Pillnacher des Monats Februar 2019

Hubert Laumer

Hubert ist ein Pillnacher Unikat. Vor fast 40 Jahren hat es ihn der Liebe wegen von Gschwendt nach Pillnach verschlagen.  Ich kann mich persönlich noch daran erinnern, als er mit seinem grau-beigen VW-Käfer zu den Pillnacher Mädchen am Ostermontag um „die roten Eier“ kam.  Er ist Mitglied der FF sowie einer der Wirte des HdG´s.  Als Jäger kennt er die einheimischen Wälder wie seine Westentasche. Hubert ist aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken. Durch seine besinnliche, ruhige, gerechte, fröhliche und überaus charmante Art ist er beliebt bei jung und alt. Ist ein ehrlicher Rat gefragt – bei Hubert ist man sehr gut aufgehoben. Überall wo Hilfe gebraucht wird, ist der Allrounder Hubert einfach da und packt mit an, ohne dass man ihn fragen oder bitten muss.  Ob bei der Aktion „unser Dorf soll schöner werden“, bei „Sauber macht Lustig“, Auf- und Abbauarbeiten für Feste, beim Bau des HdG`s, Maibaum holen aus dem Wald, Sightseeing-Fahrten bei Grillfesten, Einlagen beim Faschingsball, ein schnelles Internet für`s Heimatdorf (die Liste würde zu lange für den Blog werden und wir hier abgebrochen)…. Hubert – wir wollten Dir immer schon mal sagen: Schön dass es Dich gibt. (SK)

 

Was machst Du beruflich? Ich bin Aufbauleiter Netze Infrastruktur bei der Telekom, Zuständigkeitsbereich Glasfaserausbau.

Wie alt warst Du, als Du nach Pillnach kamst und was waren deine ersten Erlebnisse hier? Am 03.10.1977 hab ich meine Frau Rosmarie beim Penker in Ascha kennen gelernt. 1980 haben wir in Pondorf geheiratet und vorübergehend in Parkstetten gewohnt. In unser Haus sind wir dann am 13.09.1982 eingezogen. Um ein wenig Kontakt in Pillnach zu bekommen, bin ich Sonntag zum Huber-Wirt zum Frühschoppen. Ich saß dann ganz allein und abseits an einem Tisch. Dem Werner Bauer sein Papa fragte mich, wer ich denn bin. Ich antwortete: „I bin da Hubert.  da Mo von da Listl Rosmarie“.  Und so wurde ich eingeladen mich mit an den Stammtisch zu setzen. Da hab ich viele der Pillnacher kennen gelernt.

Du kannst unheimlich gut tanzen. Wer hat es Dir beigebracht? Ich hab nie einen Tanzkurs gemacht sondern hab es mir selbst gelernt. Wir waren früher jeden Samstag tanzen. Da gab es noch viele Tanzlokale mit Live-Bands zum Beispiel in Wolferszell, Süßenbach, Ascha, Kirchroth, Höhenberg usw. Man sprach damals ein Mädchen nicht einfach an, sondern forderte sie zum Tanzen auf und kam so ins Gespräch. Aber das ging halt nur, wenn man tanzen konnte.

Erzähl mir ein wenig von Deiner Kindheit: Mein Vater starb, als ich 10 Jahre alt war. Ich war der jüngste Sohn der Familie. 4 Wochen lang war ich  Ministrant, aber das war nichts für mich (außer der Messwein). Mein Hobby war Fußball. Ich war 35 Jahre aktiver Spieler bei Ascha und spielte in der Bezirksliga (Anmerkung: Hubert wurde 2011 für 40 Jahre Mitgliedschaft des SV Ascha geehrt).  Ich war ein guter und artiger Schüler. Deswegen durfte ich auch oft während des Unterrichts den Sportplatz mähen. Meine frühere Lehrerin das „Frein“ (Fräulein) Hilmer sagte mal zu meiner Mutter: „Gibt es denn in Pillnach keine Männer, weil 4 von  meinen früheren Schülern jetzt eine Pillnacherin als Freundin haben“.

Hast Du eine Lieblingsspeise? Ich esse am liebsten Wild.

Hast Du einen Lieblingsfilm? Ja, mehrere. Z. B. Pretty Woman, auch wenn der vielleicht ungewöhnlich ist für einen Mann. Dann wäre da noch Top gun und Krokodil dundee. Ich schau auch gerne Edelwestern, Italowestern und mag Filme mit  Charles Bronson.

Hast Du ein Lieblingslied? Ich höre sehr gerne Oldies, aber auch Volksmusik im Bierzelt finde ich schön.

Was möchtest Du gerne im Leben mal erleben oder sehen? Einmal zur Jagd nach Kanada und dort mit dem Wohnmobil durch die weite Landschaft fahren.

Mit welcher Persönlichkeit (lebend oder tot) würdest Du gerne mal im HdG auf ein Stammtischgespräch zusammensitzen? Da fallen mir zwei ein. Ulli Hoenes. Den hab ich als junger Bursch mal im Wirtshaus in Ascha kennengelernt. Der FCB kam grad von einem Spiel aus Cham. Er, der Müller, Meier und Beckenbauer waren da und halfen der Wirtin sogar beim Essen machen. Die waren damals so „normal“ und ich würde den Hoenes gerne vieles fragen, vor allem wie man sich so derart verändern kann.  Außerdem würde ich gerne den früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt kennenlernen. Der beeindruckte mich durch seine Persönlichkeit und durch seine Taten wie z. B. bei den Verhandlungen der Flugzeugentführung in Mogadischu 1977 oder als Verantwortlicher bei der Sturmflut in Hamburg 1976.

Beschreibe Deinen Heimatort Pillnach mit drei Worten:  Meine (vier) Worte über Buina: „Do bin i dahoam“.  Der Hermann lacht immer weil ich oft sag: „Da bringt mi koaner mehr weg“.

Hast Du ein Lebensmotto?  Ich musste erst 60 Jahre alt werden um eins zu haben. „Scheiss da nix, dann feid da nix“.

Gesehen im HdG

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