Pillnacher des Monats Februar 2018

Jürgen Probst

Pillnacher und Mitglied der FF Pillnach seit 2006

Wie die Bilder zeigen, ist Jürgen immer und überall bereit zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Ob als Vollblutfeuerwehrler, Elektriker, Küchenchef zum Kinderfasching, als Wirt im HdG, sogar an Fronleichnahm zum Tragen des „Himmels“ war er im letzten Jahr (nicht ganz freiwillig) abgeordnet. Vor allem dieser Einsatz wird uns lange in Erinnerung bleiben. Jürgen ist ein Allrounder der ohne Widerrede und ohne bitten unangenehme Arbeiten im Alltag des Dorf- und Vereinslebens übernimmt. Er liebt es im „verborgenen“ zu Helfen, will nie im Vordergrund oder an erster Front stehen. Deshalb bedurfte es auch großer Überredungskunst, Jürgen für dieses Interview zu gewinnen. Jürgen, vielen Dank, dass Du Dich nach langem Drängen dazu bereit erklärt hast. (SK)

Welchen Beruf hätten sich Deine Eltern für Dich gewünscht? Meine Eltern hatten keinen speziellen Beruf für mich vorgesehen. Immer wenn ich dachte, ich hätte eine Idee, was ich mal werden könnte, bin ich damit zu meinem Vater. Er dachte dann eine Weile drüber nach und erklärte mir die Vor- und Nachteile von einem Beruf wie zum Beispiel Bäcker. Mein Vater schlug mir dann eine Ausbildung zum Elektriker bei BMW vor, was mir bis dahin gar nicht viel sagte. Und so kam es, dass ich meine Lehre als Energieanlagenelektroniker bei BMW machte. Schon mein Vater arbeitete dort und es fielen ihm keine Nachteile ein. Seit meiner Ausbildung war ich nirgendwo anders tätig als bei BMW und möchte dort auch in Rente gehen. Zum Glück machte mir die Ausbildung richtig Spaß und bis heute mag ich meinen Beruf.

Wie kam die Entscheidung 2006 in Pillnach ein Familienhaus zu bauen, und warum gerade Pillnach, da Dein Heimatort ja Pondorf war? Damals waren nicht viele Baugebiete in der Umgebung ausgewiesen und mein Wunsch war es „heimatnah“ zu bauen. Meine Frau lernte über unseren Freundeskreis die Umgebung und Leute schon vorab kennen und so viel uns die Entscheidung leicht.

Du bist ja inzwischen ein „echter“ Pillnacher geworden. Hilfst wenn immer Hilfe gebraucht wird. Wie leicht oder wie schwer war die Integration in die Dorfgemeinschaft? Das ging damals relativ schnell und gut. Einige kannte ich ja bereits, da ich im Nachbarort Pondorf aufgewachsen bin, außerdem verbrachte ich mit Vielen meine Schul- und Jugendzeit. Aber der „Durchbruch“ war dann der Bau des HdG`s. Da lernte ich viele, von denen ich nur den Namen wusste, richtig kennen.

Du warst ja sehr aktiv beteiligt beim Aufbau des HdG`s. Was war Dein Betrag bzw. wie siehst Du im Nachhinein diesen Erfolg, den Traum von einem HdG sehr aktiv mit umgesetzt zu haben? In der Rohbauphase konnte ich auf Grund von einer Knieverletzung nicht mithelfen. Als es dann aber um den Einbau der Lüftungsanlage und die Elektroinstallation ging, war ich an Bord. Vermutlich muss man weit suchen um ein ähnliches Projekt, das durch eine Dorfgemeinschaft umgesetzt wurde, zu finden. Am meisten freut mich, dass es so gut angenommen wird und vermutlich meine Kinder noch in Jahrzehnten darin feiern werden.

Ich kenn Dich als sehr „gerechten“ Menschen. Welche Charaktereigenschaften schätzt Du selbst an Dir? Die Frage kann ich nicht beantworten. (Anmerkung – die Frage wurde an die Ehefrau Andrea weitergegeben mit folgender Antwort:) Ja, Jürgen hat einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Das trifft es absolut gut, er ist aber auch liebevoll, fast immer gut gelaunt, manchmal aber auch auf gut bayerisch ein „Grantler“.

Und welche magst Du nicht an Dir? Ich nehme mir vieles zu sehr zu Herzen. Aufgaben und Probleme, möchte ich immer mit der bestmöglichen Lösung abschließen, was mich manchmal auch nachts beschäftigt und wach hält. Ich würde gerne etwas gelassener sein.

Hast Du gute Vorsätze für dieses neue Jahr? Ja, beim Herzoglauf in Straubing die 10km unter 1 Stunde zu laufen und vor allem dafür mehr zu trainieren.

Auf was könntest Du in Deinem Leben nicht verzichten? Auf meine Familie und ein kühles Klett.

Wenn Dein Haus in Flammen stehen würde und Du könntest einen Gegenstand retten, welcher wäre das? Vorausgesetzt meine Familie ist schon aus dem brennenden Haus – unsere externe Festplatte mit allen Bildern unserer Familie. Die wären unersetzlich.

Folgst Du eher Deinem Kopf oder Deinem Gefühl? Absolut dem Kopf.

Deine Lieblingsspeise? Alles was vorher auf dem Grill lag.

Dein Lieblingslied? Kein spezielles. Meine Musikrichtung wechselte auch im Laufe des Lebens. Früher war es eher Techno, mittlerweile höre ich auch gerne die Songs aus den 70ern und 80ern, was sich auch am eingestellten Sender im Autoradio wiederspiegelt. Inzwischen schalte ich lieber AWN und Bayern1 als Bayern3 und Antenne ein.

Dein Lieblingsfilm? Könnte ich jetzt nicht sagen. Ich bin eher der Serientyp. Angefangen von der Lieblingsserie von Hermann „Irgendwie und Sowieso“ über „Eine schrecklich nette Familie“ mit Al Bundy bis hin zu den aktuelleren Serien auf Netflix wie „Game of Thrones“.

Dein Traumauto wäre? Ein perfekt restaurierter BMW 2002 Tii (Anmerkung: Jürgen zückte sofort sein Handy und konnte mir umgehend so ein schönes Stück zeigen).

Welchen Traum würdest Du Dir gerne erfüllen im Leben? Wenn unsere Kinder größer sind, würde ich gerne mit meiner Frau exotische Länder bereisen, China zum Beispiel. Kein Familienurlaub mehr in Caorle inmitten von 1000 anderen Touris.

Hast Du ein Lebensmotto? Leider werden dir in unserer heutigen Gesellschaft Fehler schnell vorgehalten und es wird vergessen, dass man aus Fehlern etwas lernen kann. Von daher gefällt mir der Spruch ganz gut: „hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehen“.

Ein Gedanke zu “Pillnacher des Monats Februar 2018

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s